Am Sonntagabend, 4. Dezember 1949, wird Isenthal von einem unfassbaren Unglück heimgesucht. Noch gibt es keine Verbindungsstrasse zwischen Seedorf und Isleten, und so steigen die Schützen nach dem Winterschiessen in Attinghausen frohgemut in Seedorf in ihr Boot. Sie geraten bei Isleten in einen Sturm, kentern, und fünf der Männer ertrinken. Zwei der Kameraden klammern sich ans Boot und können sich retten. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die schreckliche Nachricht. Bis zum folgenden Mittag werden die fünf Opfer geborgen: Werner Aschwanden, Alois Gasser, Hans Gasser, Eduard Ziegler und Johann Aschwanden. Am 7. Dezember werden die Männer in Isenthal bestattet. Mehr als 2000 Personen aus nah und fern nehmen an der Beerdigung teil. An der Spitze des gewaltigen Leichenzugs marschieren die Fahnenträger von über 20 Vereinen. Ihnen folgen in corpore die Urner Regierung und die Gemeindebehörden.
Das Ereignis hinter lässt tiefe Spuren im Tal. Nicht nur verlieren Angehörige und Familien ihre Gatten und Väter, das ganze Tal, auch Behörden und Vereine spüren schmerzhaft die Lücken im öffentlichen Leben. Ein Gedenkstein an der Isleten erinnert an das tragische Unglück.