Fundus H. Odermatt;
Auzug aus dem Buch Fürio, Seite 245:
9. November. Lawinenunglück in Maria-Rickenbach.
Am Freitagnachmittag, wurde in Maria-Rickenbach der 55jährige Landwirt Paul Odermatt das Opfer eines Lawinenunglückes. Paul Odermatt wollte bei heftigem Schneetreiben sich mit der Schaufel einen Weg durch die plötzlich niedergefallenen Schneemassen zu seinem kleinen Heimwesen "Alpeli" unweit der Bergstation der Luftseilbahn Dallenwil - Maria-Rickenbach bahnen. Er muss bei dieser Grabarbeit von einer plötzlich niedergehenden Lawine überrascht worden sein, die ihn in die Tiefe riss. Ein Landwirt, der sich vom "Gibel" nach Maria-Rickenbach begab, stiess auf die Spuren des Lawinenniederganges und entdeckte eine Schaufel im Schnee. Sofort ahnte er Schlimmes und veranlasste die Alarmierung der Kantonspolizei Nidwalden. Unverzüglich begab sich eine Rettungskolonne der Polizei mit einem Lawinenhund auf die Unglücksstelle, wo bereits einige freiwillige Helfer anwesend waren. Da das Gelände dort steil abfällt und ständig die Gefahr erneuter Lawinenniedergänge bestand, mussten sich die Männder der Rettungskolonne einzeln anseilen. Dank der vorzüglichen Arbeit des Lawinenhundes Hella gelang es, den Verschütteten nach relativ kurzer Zeit in einer Tiefe von ca. 1.50m am unteren Ende des ca. 120 Meter langen Lawinenkegels zu finden. Sofort wurde der Verunglückte künstlich beatmet, doch musste der herbeigerufene Arzt leider den Tod feststellen. Die sterbliche Hülle wurde in die Totenkapelle nach Stans überführt. Paul Odermatt hinterlässt seine Ehefrau und sechs unmündige Kinder.